PC-Spiele und Internetsucht

Computerspielabhängigkeit (Gaming Disorder), auch Computerspielsucht genannt, ist seit 2018 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als diagnostizierbares Störungsbild und somit als Erkrankung anerkannt.

In den letzten Jahren registrieren wir eine steigende Nachfrage nach Information und Beratung durch Gamer, Internetnutzer und Angehörige. Auch bei Alkohol- und Drogenabhängigen sowie Glücksspielabhängigen beobachten wir häufig eine problematische Mediennutzung.
Um der neuen Entwicklung gerecht werden zu können, starteten wir am 01.03.2020 unser neues Projekt „Medienbezogene Störungen / Medienabhängigkeit“. Dabei bezuschusst uns die GlücksSpirale mit 12.710 €. Die Laufzeit des Projekts beträgt ein Jahr, in dem uns zusätzlich 25-Stellenprozente zur Verfügung stehen.

Mit den zusätzlichen Kapazitäten nehmen wir nicht nur süchtiges PC-Spielen sondern auch weitere problematische Nutzungsformen des Internets wie Chatten, Gambling (Online-Glücksspiel) und Surfing in den Blick. Mit dem Projekt zielen wir darauf ab, bei Klientinnen und Klienten ab 18 Jahren medienbezogene Störungen besser erkennen und diagnostizieren zu können. Zudem sollen Frühinterventions- und Behandlungsansätze entwickelt und erprobt werden, um fachlich kompetent Beratung und Hilfe anbieten zu können. Auch im Bereich Prävention wollen wir uns zukünftig engagieren. Nach Ende der Projektlaufzeit werden wir bewährte Verfahren und Angebote in das Regelangebot unserer Beratungsstelle übernehmen.